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Die blaue Treppe des Hauses am Meer

In einem Haus am Meer zeigt eine blaue Treppe einem Kind, wie es seine Gefühle hinauf- und hinuntergehen kann, ohne sich zu verlieren.

Illustration zu Die blaue Treppe des Hauses am Meer

In einem Haus am Meer gab es eine blau gestrichene Treppe.

Die Stufen führten hinauf zur Terrasse und hinunter in die Küche. Wenn die Sonne darauf fiel, sah sie aus wie ein Stück Meer im Haus.

Nico mochte diese Treppe, außer wenn er wütend war.

An diesem Tag war sein Papierboot zerrissen. Er stampfte die Treppe hinauf.

Die erste Stufe wurde dunkler.

„Du trägst eine hohe Welle“, sagte sie.

Nico blieb stehen. „Ich bin wütend.“

„Dann steige langsam.“

Auf jeder Stufe bat ihn die Treppe um etwas: atmen, dem Gefühl einen Namen geben, die Füße spüren, überlegen, was ihn verletzt hatte.

Die Wut verschwand nicht sofort. Sie wurde nur kleiner, wie eine Welle, die Kraft verliert, bevor sie den Sand erreicht.

Oben auf der Terrasse sah Nico das echte Meer. Auch dort gab es Wellen, und doch blieb es das Meer.

Später ging er die Treppe hinunter, um sein Boot zu reparieren.

Diesmal waren die Stufen hellblau.

Seitdem suchte Nico die blaue Treppe, wenn ein Gefühl zu groß wurde. Er stieg hinauf oder hinunter, Stufe für Stufe, bis er genug Raum fand, um zu entscheiden, was er tun wollte.

Moral: Gefühle durchquert man Stufe für Stufe.
Montessori-Hinweis: Nach dem Lesen kann das Kind eine konkrete Handlung aus der Geschichte benennen und sie ruhig mit dem Gefühl des Abends verbinden.
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