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Die Katze, die auf dem Fensterbrett schlief

Auf einem Fensterbrett zeigt eine Katze den Kindern, dass Ruhen auch eine Form von Vertrauen ist.

Illustration zu Die Katze, die auf dem Fensterbrett schlief

Auf einem Fensterbrett schlief eine weiß-graue Katze.

Sie hieß Nando und wählte immer denselben Platz: nah genug an der Sonne, nah genug am Haus, hoch genug, um den Garten zu sehen.

Die Kinder gingen unter dem Fenster vorbei.

„Nando tut nichts“, sagte einer.

„Er schläft schon wieder“, sagte ein anderer.

Die Katze öffnete ein Auge.

„Ich arbeite am Ausruhen.“

Die Kinder lachten.

Da begann das Fensterbrett sanft zu leuchten. Es zeigte alles, was es für Nando tat: Es trug ihn ohne zu wackeln, bewahrte die Wärme der Mauer, schenkte ihm den Blick auf die Vögel und die Sicherheit des Hauses hinter ihm.

Nando streckte sich.

„Ich kann schlafen, weil ich diesem Ort vertraue.“

Die Kinder wurden still. Sie dachten an ihre eigenen sicheren Orte: ein Bett, ein Kissen, die Knie eines Großvaters, die Küche, wenn jemand Abendessen kocht.

Am Abend, als sie müde wurden, kämpften sie weniger gegen den Schlaf. Sie suchten ihr inneres Fensterbrett: diesen kleinen Ort, der sagt, du darfst loslassen, ich halte dich.

Nando schlief weiter auf dem Fensterbrett.

Und jedes Mal, wenn jemand sagte, er tue nichts, schnurrte er leise.

Er wusste, dass Ausruhen wichtig ist, auch wenn es keinen Lärm macht.

Moral: Sich auszuruhen heißt, dem Ort zu vertrauen, der uns hält.
Montessori-Hinweis: Nach dem Lesen kann das Kind eine konkrete Handlung aus der Geschichte benennen und sie ruhig mit dem Gefühl des Abends verbinden.
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