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Das Fenster mit den Sternenvorhängen

In einem Haus mit ruhigem Balkon helfen Vorhänge aus Sternenfäden Aurina zu spüren, dass die Nacht sicher sein kann.

Illustration zu Das Fenster mit den Sternenvorhängen

In einem Haus mit Balkon und leichten Vorhängen lebte Aurina, eine kleine Schwalbe, die abends gern Fenster betrachtete.

Wenn die Sonne sank, bewegten sich die Vorhänge sanft. Doch in jener Nacht leuchteten sie. Jemand hatte sie mit Sternenfäden genäht.

Aurina flog näher.

„Warum leuchtet ihr?“

Die Vorhänge antworteten: „Damit man sieht, dass das Haus wacht, ohne Lärm zu machen.“

Im Zimmer konnte ein Kind nicht einschlafen. Die Schatten wirkten groß, der Flur lang, und sogar der Wind klang fremd.

Da blähten sich die Vorhänge langsam. Die Sternenfäden zeichneten weiche Formen: ein Boot, ein Blatt, eine schlafende Katze, einen runden Mond. Die Schatten bekamen ein anderes Gesicht.

Das Kind atmete ruhiger.

Aurina verstand: Sicherheit bedeutet nicht nur, eine Tür zu schließen. Sie bedeutet auch, vertraute Dinge zu spüren: das gedämpfte Licht, den Stoff, der sich bewegt, eine Stimme nebenan, ein Fenster, das den Himmel kennt.

Seit jener Nacht kehrte Aurina oft auf den Balkon zurück. Wenn die Vorhänge leuchteten, wusste sie, dass jemand lernte, den Abend nicht mehr zu fürchten.

Und die Träume traten auf Zehenspitzen ein, zwischen den Sternenfäden hindurch.

Moral: Ein ruhiges Zuhause hilft den Träumen einzutreten.
Montessori-Hinweis: Nach dem Lesen kann das Kind eine konkrete Handlung aus der Geschichte benennen und sie ruhig mit dem Gefühl des Abends verbinden.
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