In einem kleinen Hafen mit blauen Booten lag ein winziges Boot.
Es hatte ein kurzes Ruder, ein gelbes Seil und ein Segel, das wie ein Taschentuch gefaltet war. Die Kinder wollten es losschicken, doch es blieb still.
„Los! Beweg dich!“, rief Nino.
Das Boot drückte sich an den Kai.
„Es hört nicht“, sagte jemand.
Aber das Boot hörte sehr gut. Es mochte keine Worte, die wie Windstöße schubsten.
Marta trat näher und sprach anders.
„Kleines Boot, möchtest du es mit uns versuchen? Wir fahren langsam.“
Das Seil lockerte sich.
„Danke, dass du fragst“, murmelte das Boot.
Da glitt es über das Wasser. Mit jedem sanften Wort fuhr es besser: bitte, warte auf mich, ich helfe dir, keine Sorge. Die Worte fielen wie kleine Sterne ins Meer und zeichneten einen Weg.
Auch Nino versuchte es.
„Verzeih, dass ich geschrien habe. Kannst du zu mir zurückkommen?“
Das Boot kehrte zurück.
Seitdem verstanden die Kinder, dass Worte nicht nur Dinge sagen. Sie können tragen, beruhigen und einen Weg öffnen.
Und das kleine Boot fuhr immer weiter, wenn die Stimmen freundlicher wurden.
