In der Werkstatt des Töpfers gab es Ton, Wasser, Regale und ein kleines Licht über dem Tisch.
Nico wollte sofort eine Schale machen.
Er drückte, zog, drehte und begann von vorn. Der Ton wurde flach, schief und bekam einen Riss.
„Er hört nicht auf mich!“
Das kleine Licht flackerte.
„Vielleicht, weil du ihm auch nicht zuhörst.“
Nico hielt inne. Der Ton war kühl unter seinen Fingern. Er wollte nicht im Rennen zu einer Schale werden. Er bat um sanften Druck, ein wenig Wasser und eine wiederholte Bewegung.
Das Licht fiel auf die graue Masse. Im Ton sah Nico eine verborgene Form: noch keine Schale, aber auch nicht nur ein Klumpen. Etwas dazwischen.
Er atmete und begann noch einmal.
Seine Hände wurden langsamer. Wenn der Ton aufstieg, begleitete er ihn. Wenn er sich neigte, richtete er ihn ohne Ärger auf. Wenn eine kleine Spur blieb, hasste er sie nicht.
Die Schale wurde nicht perfekt. Sie hatte eine schiefe Kurve und den Abdruck eines Daumens.
Der Töpfer lächelte. „Das ist eine Schale, die sich daran erinnert, gelernt zu haben.“
Das kleine Licht leuchtete wärmer.
Von da an wusste Nico: Erschaffen heißt nicht, etwas zum Gehorsam zu zwingen. Es heißt, lange genug dabei zu bleiben, bis die Form geboren werden möchte.
