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Der Stern im Basilikumtopf

Ein kleiner Stern fällt in einen Basilikumtopf und erfüllt die Nacht mit Duft; Nora entdeckt, dass Wunder an den einfachsten Orten wachsen.

Illustration zu Der Stern im Basilikumtopf

Auf Noras Fensterbrett stand ein Topf Basilikum.

Jeden Abend goss sie ihn ein wenig. Jeden Abend antwortete der Basilikum mit einem grünen, frischen Duft. Nora mochte ihn, aber magisch fand sie ihn nicht. Es war eben Basilikum.

In einer Nacht fiel ein kleiner Stern vom Himmel.

Pling.

Er landete zwischen zwei Blättern.

Nora öffnete das Fenster.

„Hast du dich verirrt?“

Der Stern zitterte. „Ich bin müde. Der Himmel ist groß.“

Der Basilikum rückte seine Blätter näher zusammen, um ihn zu schützen. Sofort erfüllte ein neuer Duft das Zimmer: Basilikum, Nacht, Licht und ein wenig Zucker.

Nora rief ihre Großmutter.

„Im Basilikum ist ein Stern!“

Die Großmutter sah hin, ohne sich zu wundern. „Dann müssen wir leise sprechen. Einfache Wunder fliehen, wenn man schreit.“

Nora setzte sich neben den Topf. Sie berührte den Stern nicht. Sie sah nur zu, wie er zwischen den Blättern atmete.

Am Morgen stieg der Stern zurück in den Himmel und ließ einen feinen Glanz auf dem Basilikum zurück. Der Topf sah fast gleich aus, aber Nora sah ihn anders.

Sie verstand, dass gewöhnliche Dinge nicht leer sind. Manchmal warten sie nur darauf, lange genug angeschaut zu werden.

Von da an begrüßte sie den Basilikum jeden Abend. Nicht, weil immer ein Stern hineinfiel, sondern weil sie wusste, dass ein Wunder sich auch einen einfachen Topf zum Ausruhen aussuchen kann.

Moral: Wunder können in gewöhnlichen Dingen wohnen.
Montessori-Hinweis: Nach dem Lesen kann das Kind eine konkrete Handlung aus der Geschichte benennen und sie ruhig mit dem Gefühl des Abends verbinden.
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