Turi hatte ein kleines blaues Holzboot.
Er hatte es mit seinem GroĂvater gebaut und wollte es vor allen anderen Kindern ins Wasser setzen. Er rannte mit dem Boot unter dem Arm zum Strand.
âSchnell, schnell, wir mĂŒssen los!â
Aber das Boot bewegte sich nicht.
Turi schob. Nichts.
âBist du kaputt?â
âNeinâ, antwortete das Boot. âIch fahre nicht los, wenn das Herz zu schnell rennt.â
Turi runzelte die Stirn. Das Meer lag glÀnzend vor ihm. Die anderen Kinder kamen schon.
âIch will der Erste sein.â
âUnd ich will heil losfahrenâ, sagte das Boot.
Da kam der GroĂvater nĂ€her. Er zeigte den Sand am Rumpf, den Knoten, den man prĂŒfen musste, und die Welle, auf die man warten sollte.
Turi atmete aus. Er sĂ€uberte das Boot. Er prĂŒfte die Schnur. Er sah das Meer an, statt es zu besiegen.
Eine Welle kam zu stark. Dann eine sanftere.
âDieseâ, flĂŒsterte das Boot.
Turi setzte es auf das Wasser. Es glitt langsam, gerade und leicht. Es war nicht das erste, aber es fuhr schöner als alle anderen.
Turi spĂŒrte eine neue Freude: nicht die Freude zu gewinnen, sondern die Freude, etwas gut beginnen zu sehen.
Seitdem dachte er an das kleine blaue Boot, wenn er alles zu schnell machen wollte. Er lernte vorzubereiten, zuzuhören und auf die richtige Welle zu warten.
Und das Boot ohne Eile kam immer weiter, als man dachte.
