Pippo, ein orangefarbener Fisch mit einer kleineren Flosse, lebte in einer klaren Bucht neben einer blauen Höhle.
Er versprach immer, morgen hineinzugehen, denn die Höhle wirkte zu dunkel und zu groß.
Als die kleine Lulu hineingetrieben wurde, leuchtete in der Höhle ein winziger blauer Punkt an der Wand. Es kam nicht wie eine Lektion, sondern wie eine kleine Veränderung in der Luft: sanft genug, damit die Nacht lebendig wirkte.
Pippo folgte einem Licht, dann dem nächsten, fand Lulu und half ihr aus den weichen Schwämmen.
Die Figuren beeilten sich nicht. Sie trafen eine vorsichtige Entscheidung, dann noch eine, und die Geschichte öffnete sich vor ihnen wie ein ruhiger Weg am Meer.
Er hatte immer noch ein wenig Angst, doch nun kannte er das Geheimnis: Man durchquert nicht die ganze Dunkelheit auf einmal; man sucht das erste Licht.
Die Nacht wurde wieder ruhig, und diese kleine Entdeckung durfte mit in den Schlaf gehen.
Als die Nacht wieder weich wurde, konnte das zuhörende Kind etwas Einfaches mitnehmen: Nicht alles muss erzwungen werden; manches wird klar, wenn wir behutsam gehen.
Leseritual: Langsam lesen, mit sanften Pausen zwischen den Szenen und einer ruhigen Gute-Nacht-Stimme.
